Geschichte unserer Loge
„Zum silbernen Schlüssel“

1913 Johannis-Loge „Zum silbernen Schlüssel“

Die Stiftung der Loge erfolgt unter dem Namen „Brema zum silbernen Schlüssel“ am 29.11.1913 als Tochterloge der “ Großen National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln“. Ihr erster Stuhlmeister von 1913 – 1927 war der Br. Hans von Obstfelder, Oberst und Stadtkommandant in Bremen.
Ihm folgte der Br. Adolf Ueberfeldt in den Jahren 1927 – 1932.
Dem im Jahre 1932 zum Meister gewählten Pastor Br. Paul Reusche oblag es dann, die Loge zu schließen mit dem Schlusslied „Laßt die Kette, die wir schlingen, Lieb´ und Eintracht ziere sie, nie zerreißen, nie zerspringen, trenne diese Kette nie!“.

Auch die Brr. des Silbernen Schlüssel durchstanden die Nazi-Zeit; als „Fähnlein der Aufrechten“ blieben sie beieinander und ihr letzter Meister vom Stuhl, Pastor Br. Reusche, konnte 1947 die Wiedererrichtung der Loge „Brema zum silbernen Schlüssel“ vornehmen.

Bis 1953 führte er den ersten, und reichte ihn weiter an den Korvettenkapitän Br. Harald Rudloff in den Jahren 1953 – 1956. Ab 1956 – 1970 hatte dann der, den heutigen Brr. unvergessene Meister vom Stuhl, Bruno Greiner, den ersten, der Loge „zum Silbernen Schlüssel“ geführt. Anlässlich seines 60-jährigen Freimaurerjubiläums 1968 berichtete er aus seinem Leben in der Loge unter anderem: „Wir lebten damals in einer schweren Zeit. Ein besiegtes Volk (1918) lag in Armut und Erniedrigung am Boden. Politisch und wirtschaftlich bestand ein Chaos. Was bringt die Zukunft, war die bange Frage. Da war es die geistige Kraft unserer Bauhütte, die Halt und Frieden dem einzelnen gab. Welch lebendige Kräfte regten sich damals in unserer Loge. Für mich, dem Benjamin, war es besonders eindrucksvoll, dass so viele Vertreter von Kunst und Wissenschaft ihr ein besonderes Gepräge gaben. Neben dem Rednerbruder Kopsel, diesem hervorragenden Maurer, mit einem eminent freimaurerischen Wissen begabt, waren es 4 Brr, welche Schriftleiter der damaligen Weser-Zeitung waren, Br. Karl Neurath (Kultur und Wissenschaft), Br. Franz Crull (Politiker), Br. Vieweg (Wirtschaft) und Br. Otto Strack, die aus ihren Fachgebieten mit interessanten Vorträgen besonders hervortraten.

Auch Künstler sorgten für erstklassige Unterhaltung, so vom Stadttheater die Kapellmeister Br. Walter Wohllebe Br. Hans Seiftriz, die Schauspieler Br. Oskar Höcker, der Charakterspieler Br. Karl Rehder und der Oberspielleiter und Dramaturg Br. Walter Dworkowski. Es waren wunderbare Abende, die wir in der Mühlenstrasse im Haus der „Herder Loge“ bis 1923 erlebten. Ein eigenes Haus zu besitzen, war für die 1913 gegründete Loge, die die Kriegsjahre überleben musste, auch später nicht möglich, da die fortschreitende Entwertung ein auch nur geplantes Vorhaben ausschloss.

Ab 1923 bis zur Auflösung fanden wir dankenswerterweise im Hause der Johannis-Loge „Anschar zur Brüderlichkeit“ am Dobben gastliche Aufnahme.“

Br. Greiner schildert dann die Zeit im 3. Reich mit Hausdurchsuchungen bei ihm und dem Meister vom Stuhl, Br. Reusche, und bei Br. Höfer, in dessen Treppenhaus das Ölgemälde des ersten Schulmeisters, Br. von Obstfelder, das von Professor Fritz Mackensen, Worpswede, gemalt war, hing. Er drehte das große Bild, welches anderweitig nicht unterzubringen war, einfach um, so das sich die Rückseite präsentierte. So entging es der Beschlagnahme und hängt heute im Festsaal des Bremer Logenhauses in der Kurfürstenallee 15. Am 28.5.1947 beantragte der Stuhlmeister Br. Reusche beim Military Goverment die Arbeitserlaubnis für die Joh.-Loge „Zum silbernen Schlüssel“ – auf Beschluss der Mitglieder wurde die Namensbezeichnung „Brema“ fallen lassen. Das Datum des Stiftungstages wurde mit dem 29.11.1913 D. lassen, um zum Ausdruck zu bringen, dass die Tradition der Loge nie unterbrochen war. Die feierliche Lichteinbringung fand am neunzehntens siebten 1947 im Gemeindehaus der Kirche in Oberneuland statt.

Und wenn man von diesem Jahren des Wiederbeginns in der Loge „Zum silbernen Schlüssel“ spricht, so bleibt unvergessen der Br. Curt Sieg, der über ein Jahrzehnt Redner der Loge war und die geistige Ausrichtung wesentlich gelenkt hat. Neben der Teilnahme an Veranstaltungen aller Bremer Logen ist der “Silberne Schlüssel“ in den letzten Jahren in die Öffentlichkeit getreten durch seine Kunstförderung und Ausstellungen von Bekannten und jungen Malern im Bremer Logenhaus.

1990 blickte die Loge „Zum silbernen Schlüssel“ auf eine siebenjährige Arbeit zurück in der Förderung junger Studenten an der Hochschule für Kunst und Musik in Bremen durch Verleihung eines Kunst-Förderpreises.

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